Sonntag, Juni 4

Renovierungstagebuch // Die Küche: Boden und Wände im neuen Gewand

Ja, die liebe Küche. Hier soll gekocht, gebacken und gebraten werden. Aber bis der erste Topf mit Nudeln auf dem Kochfeld stand war es viel Arbeit. Sehr viel Arbeit.
Los ging es mit Dübeln im Boden und Kabelschlitzen an der Decke, einem Fliesenspiegel der keinen Charme hatte und selbst in 40 Jahren nicht retro-cool sein wird. Also haben wir den Fliesenspiegel neugestaltet und auch das abgenutzte Parkett musste abgeschliffen werden. Nur gegen die Dübellöcher im Boden konnten wir nichts anderes tun, als wieder eine Küche draufstellen.







Zuerst wurde der Fliesenspiegel zuerst befördert. An einer Küchenwand rissen wir ihn komplett ab (und den Putz gleich mit), an der anderen Küchenseite wurde die Wand mit Trockenbauschaumplatten auf Fliesenstärke aufgedoppelt.

Die alten Fliesen bekamen zwei Schichten Haftgrund. Auf den Bildern erkennt man ihn an der roten Farbe. Vorher wurden beide Wände und die Kabelschlitze mit Rotband (Haftputzgips) verputzt. Ich bin sehr dankbar für die Hilfe meines Vaters. Durch seine Erfahrung hat er uns 1a geholfen und eine klasse Arbeit abgeliefert.


Nach viel Staub, Dreck und Arbeit waren nach zwei Wochenenden alle Küchenwände vorbereitet, um mit Kleister und Käfern angekleidet zu werden. Die Anleitung zum Tapezieren findet ihr hier. 

Nun zum Boden. Der Boden in der Küche war von Anfang ziemlich in die Jahre gekommen. Er brauchte also eine Sanierung. Nix leichter als das dachten wir. Schleifen, Lackieren und Trocknen. Fertig.
Und genauso einfach war es auch.
Wir besorgten uns eine Pakettschleifmaschine. Die kosten für einen Tag nicht besonders viel, sind nur  wahnsinnig schwer zu tragen.
Als das Ding bei uns im dritten Stock war, ging es auch los. Wir schliffen den Boden erst mit 80 Körnung danach mit 120er und schlussendlich mit 240er. Die Ecken schliffen wir mit einem Handschleifer.
Gut ist, wenn man sich eine Staubmaske besorgt. Trotz aller Absaugmöglichkeiten ist doch noch mieser feiner Staub in der Luft., der sich in der Lunge absetzt.
Nachdem alle alten Gebrauchsspuren beseitigt waren ging es mit saugen und wischen weiter. Die Oberfläche muss top sauber sein.
Den Lack kann mit einem Spachtel oder einer Rolle auftragen. Ich habe mich für die Rolle entschieden. Den Lack habe ich auf den geschliffenen Parkett gegossen und mit der Rolle gleichmäßig verteilt. Wenn man dabei gegen das Licht guckt kann man den Auftrag kontrollieren und nacharbeiten. Nach einem Tag, der zum Trocknen gebraucht wird, vollzieht man den Vorgang nochmals.
Und dann hat man wieder einen schönen gepflegten Parkettboden und superschöne Wände.


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