Sonntag, Mai 21

Renovierungstagebuch // Tapete entfernen

Am Anfang war die Euphorie noch groß.
Endlich hatten wir die Schlüssel für unsere neue Wohnung, das einfachste Werkzeug zusammengepackt und los ging die Attacke auf die Raufasertapete.
Wände mit dem Cutter einritzen, nassmachen, runterspachteln.




MATERIAL:
Spachtel jeder Größe
Nagelwalze
Tapetenlöser
Eimer
Müllbeutel



Das Wohnzimmer ging zügig. Motivation hatten wir viel, wenn's nachließ haben wir uns gegenseitig gepusht. Außerdem waren es ja (zum Glück) nur 1,5 Wände. Zwei gegenüberliegende Wände waren schon tapetenfrei und weiß gestrichen. Dann noch die Türwand und die mit dem riesigen Fenster, das war doch ein Klacks. 
In der Küche verließ uns dann aber die Kraft, es war ätzend und kacke und nix kam mehr runter… 


Dann haben wir Tapetenlöser gekauft und Gre hat's dann am Sonntag mit einem Freund noch Mal versucht.
Wieder mit einigermaßen großer Frustrationstoleranz. Aber die Wände und Ecken im Wohnzimmer und Schlafzimmer haben sie dennoch super hinbekommen. 

Als ich meinen Urlaub startete, hatten die Jungs mir schon eine Menge abgenommen. Nach ihrem neuerlichen Gemecker über diese Scheißarbeit, habe ich mir dann aber doch noch eine Nagelwalze gekauft. Hui. Das ging fein. Ich war aber auch sehr ausdauernd mit dem Wässern. Ein Stück weit Nageln (mit viel Kraft, die Tapete muss ja durchlöchert werden), dann Wasser drupp, dann das nächste Stück nageln, beide Stücke bewässern und immer so weiter, bis man sieht, dass sich Blasen bilden. Dann kann der Spaß beginnen, denn jetzt löst sich die Tapete beinahe von alleine und bahnenweise. 
Mensch Maier, das war ein Erfolgserlebnis. Das Ausputzen der Ecken und zur Decke hat dann aber leider doch noch Mal Zeit und Nerven gekostet. 

Zuletzt musste Gre dann mein Arbeitszimmer machen. Trotz Stachelwalze ging es scheinbar gar nicht. Ich habe ihm vorgeworfen nicht fest genug zu stacheln oder nicht genug Wasser zu verwenden.
Ich habe in der Zeit schon mit meiner Ma die nackigen Räume mit Malervliestapete bekleidet. Am Ende haben wir uns darauf geeinigt, dass es wohl daran lag, dass ich meine Wände mit dem Restwasser von Sonntag nass gemacht habe, in dem noch der Tapetenlöser war. Also wurde Gre von dieser unliebsamen Aufgabe befreit. 
Am nächsten Morgen haben wir den Baumarkt besucht und danach das Arbeitszimmer gemeinsam fertig gemacht. Mit Tapetenlöser. Und deutlich friedvoller.



Unser Fazit zu dieser Aufgabe ist, dass die Hilfsmittel im Baumarkt ihre Berechtigung haben und die Arbeit deutlich erleichtern.
Also Kaufempfehlung für Nagelwalze und Raufasertapetenlöser. Aber bitte entsorgt das Zeug nicht in der Toilette, wenn etwas übrig bleibt. Das Zeug ist nicht besonders umweltfreundlich und möchte fachgerecht entsorgt oder einfach aufgebraucht werden.




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Dankeschön für deinen Kommentar.