Mittwoch, März 22

Renovierungstagebuch - Tag 0: Unser großes Projekt

Wir haben lange nichts mehr für den Blog getan. Und es scheint, dass sich der Schweinehund von schlechten Gewissen und leeren Versprechen ernährt. Denn es wird nicht leichter, wieder anzufangen. Ganz egal was wir uns sagen und vornehmen. Obwohl wir doch Pläne haben.



Aber 2016 ist auch viel passiert und es hat sich vieles verändert. Das gibt uns ein kleines bisschen Rechtfertigung. Besänftigt Schweinehund und Gewissen. Ich war umgezogen nach Essen und habe euch erst vor kurzem gezeigt, wie ich meine wände gestrichen habe und wie ich Gre damit auf die Nerven ging. Nun habe ich schon wieder den Job gewechselt, und wieder werde ich umziehen. Aber zum Glück nicht alleine. Denn wir ziehen zusammen, kommen an. Das ist richtiger als alles sonst. Das Beste.

Wunderschöne 75qm mit Parkettfußboden und Raufaser an den Wänden. Und, oh wei, der hässlichsten Küche der Welt. Die Küchenmöbel wollten wir ohnehin nicht übernehmen. (Sie waren dunkelgrün, sahen alt und furchtbar aus.) Ich hab ja ne schöne Küche gekauft. Mit Spülmaschine und allem Schnapp. Sozusagen neu, denn ich war nur ein halbes Jahr wirklich in Essen, im Moment wohne ich bei Gre, in seinen 1,5 Zimmern.
Zurück zur Küche. Offenbar hat die Grauenhaftigkeit der Küche vom Rest ziemlich abgelenkt, denn der Fliesenspiegel ist ebenfalls ein Albtraum. Außerdem wurde die Küche im Boden festgeschraubt, da fehlten dem Jungen ja glatt die Worte. (Wer macht sowas?!) Und für die Spotbeleuchtung der Küche wurden Schlitze und Löcher in die Decke gestemmt. 
Wir wollten eh renovieren, Raufaser hat den Schrecken verstaubter Kinderzimmer. Aber in der Küche sind wir fast umgefallen. Was da noch alles zu tun ist...  Es ist ja auch nur eine Mietwohnung, wir wollen kein Vermögen da rein stecken.  Aber diese vier Wände sollen unser Heim werden, in der Stadt, die wir lieben. Außerdem ist der Vertrag unterschrieben, die Schlüssel übergeben und unser handwerkliches Geschick nun gefordert. Der Fliesenspiegel muss ab, genau wie die Tapete. Danach werden wir kreativ.

Am Wochenende gehts los. Zuerst machen wir das Schätzchen nackig, denn wir haben uns noch nicht entschieden, ob wir nun tapezieren oder verputzen wollen. Zeit vs. Geld. Nur glatt sollen die Wände. Das ist ganz klar.

Farben sind im allgemeinen schon ausgesucht. Das Schlafzimmer wird übrigens nicht nochmal rosa. Gre lässt mir zwar weitestgehend freie Hand, doch ich sollte mich bitte dran erinnern, dass in der neuen Wohnung auch ein Junge wohnen will. Und rosa Farben sind darum auf ein Minimum und vielleicht auf mein Arbeitszimmer zu beschränken.

Für Euch gibts dann eine Art Tagebuch. Das wollte ich schon in Essen machen, habe es aber irgendwie dann doch nicht getan. Es soll ein Erfahrungsbericht werden. Über all den Spaß, den wir machen wollen. Und für uns gibt es am Ende ein neues Zuhause, eine gemeinsame Wohnung, in der jeder seinen Platz hat.

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