Sonntag, November 8

Stricken - erstes Projekt: Ein Cape aus Alpaka

Heute zeige ich euch die Anleitung für mein Lieblingscape, das manchmal - an wankelmütigen Tagen - auch als Schal daher kommt. Die Idee kommt aus der Vintageecke von DaWanda, in der ich letzten Herbst ein wunderschönes weißes Cape sah und dachte "Ach, das kann ich selber und günstiger". Es kam anders.
Mein Cape ist schöner - und teurer ... allerdings nicht viel. (Das Cape kostete etwa 25€ und ich habe ca. 30€ für Wolle ausgegeben)





WOLLE:

ACHTUNG! Dieses Muster verbraucht sehr viel Wolle.


GELBGRÜN:
DROPS Alpaca
Farbe: 7300 Lime
100% Alpaka
ca. 167m Lauflänge
8 Knäul ||

LILA:
LANA GROSSA Lace Lux
Farbe: 043 Aubergine
67% Viscose || 33% Wolle
ca. 310m Lauflänge
1 Knäul || 

DUNKELGRAU:
Übrig gebliebene Sockenwolle von niemals gestrickten Socken.
leider kann ich dazu keine Angaben mehr machen
1 Knäul ||

PINK glänzend:
LANA GROSSA Lace Lux
Farbe: 044 Jadegrün
67% Viscose || 33% Wolle
ca. 310m Lauflänge
1 Knäul

PINK matt
ONLINE 165 Sandy
Farbe: 074
100% Baumwolle
ca. 120m Lauflänge
2 Knäul


NADEL:
Ø 4mm Rundstricknadel, je länger, desto einfacher
STRICKANLEITUNG:
Muster:
Das Muster ist eine Patent-Variation. Dafür werden in der Rückreihe zwei Maschen rechts gestrickt und eine links mit Überschlag abgehoben. Auf der Hinreihe werden aus jedem zweiten Patent-Stäbchen fünf Maschen herausgestrickt und anschließend in der fünften Reihe wieder zusammengestrickt. 
Das Muster wird anschließend versetzt wiederholt:



Für jedes "Blubberblasen"-Stäbchen braucht es 3 Maschen. Damit es symmetrisch wird, solltest du also ein ungerades Vielfaches von drei anschlagen. Dazu kommen zwei Maschen am Ende bis zur Randmasche, plus  zwei Randmaschen. Ich habe 231 Maschen angeschlagen und damit eine Länge von ca 115cm erreicht, nach oben hin wird das Cape später durch Abnahmen etwas schmaler. So sitzt es auch besser auf den Schultern, ohne wegzurutschen. Den Anschlag habe ich mit DROPS Alpaka in der Farbe Lime gemacht. Dieses Garn habe ich mit doppeltem Faden gestrickt. Für das Cape stricke ich vier Mal die Musterwiederholung der Blubberblasen, jeweils versetzt. Damit das Muster nicht zu wuchtig wird, habe ich in einer Reihe die Blasen ausgelassen und anschließend auf dem gleichen Stäbchen wieder vier mal das Muster gestrickt. Diese Abfolge wiederholt sich über das gesamte Cape.

Drei Mal habe ich das Muster (4x Blasen + 8 leere Reihen) mit dem grünen Garn gestrickt, bevor ich das Garn wechsele. In der Reihe, in der ich wieder begann, Maschen herauszustricken, habe ich das Garn gewechselt und stricke nun mit lila und grau weiter. Diese Garne verwende ich bis genau oberhalb der Blasen und wechsle das Garn in der nächsten "leeren" Hinreihe. Hier habe ich begonnen, in jeder Hinreihe jeweils am Anfang und Ende zwei Maschen zusammen zu stricken.
Die letzte Musterwiederholung habe ich dann mit dem pinken Garn gestrickt. In der nächsten Hinreihe nach dem Zusammenstricken der Blasen habe ich abgekettet.

Die Schnürbänder habe ich angestrickt, so entsteht ein glatter Übergang und ich muss nichts mehr annähen. Der zweite Vorteil ist, dass das Cape so ganz von allein gleichmäßig zusammengerafft wird.
Dabei beginnst du schon bei der ganz kleinen, aller ersten Masche, die Randmaschen aufzunehmen.
Halte das Cape so, dass du unten beginnst, mit der rechten Seite zu dir und stich von hinten in die Masche ein. Nimm so alle Randmaschen auf die Nadel. (Hierzu folgt nächste Woche ein Video. Die Verzögerung tut uns leid, aber es war nicht mehr anders zu regeln)
Anschließend kannst du die aufgenommenen Maschen ganz normal abstricken. Ich habe mich entschieden, in der Mitte fünf Reihen das Patentmuster zu Stricken, das dem Blasenmuster zugrunde liegt und dann alle übrigen Maschen (jeweils eine am Anfang und am Ende) in jeder Hinreihe abzunehmen. Da hier die Blasen eh kaum auffallen, kannst du sie auch einfach weglassen. Wie du deine Bänder gestaltest, bleibt ganz und gar dir überlassen, stricke sie bloß lang genug, dass du leicht eine Schleife binden kannst.

Jetzt sind nur noch die losen Fadenenden zu vernähen, dann darf dein Cape auch mit nach draußen und kann dich wunderbar warm halten.


Viel Spaß beim Stricken!
(Gre hat immernoch keinen Bock darauf, obwohl ich immer wieder versuche es ihm schmackhaft zu machen, es macht schlau, weil beide Hirnhälften gebraucht werden, es ist entspannend und meditativ, weil's eine gleichbleibende Bewegung ist und es macht schön, denn wenn man etwas selbst gemacht hat, trägt man es auch mit besonderem Selbstbewusstsein und das sieht man!)

- Johnny

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