Montag, Oktober 26

Upcycling Teil zwei: Garn aus alten Klamotten

Heute habe ich hier für euch den zweiten Teil, wie ich aus alten, untragbaren Klamotten etwas Neues häkle.
Wie du dir dafür eine übergroße Häkelnadel selber machst, erfährst du hier.




MATERIAL:
Ein Haufen alter Klamotten
Eine gute Schere

Such dir das erste Kleidungsstück aus, ich habe mit einer Jeans begonnen. Um daraus ein Garn zu schneiden habe ich zuerst ziemlich knapp die Nähte herausgeschnitten, dann die Hosenbeine aufeinander gelegt und etwa 3cm breite Streifen vom Saum bis oben in die Mittelnaht geschnitten. So habe ich ziemlich lange Stücke, die ich aneinander knote. Das macht das Häkeln einfacher, zuviele Knoten sind anstrengend. Die Jeansstreifen knotest du zusammen und wickelst sie zu einem Knäuel.

T-Shirts oder Pullover zerschneidest du nach folgendem Schema:
Zuerst schneidest du von einer Seite her bis einige Zentimeter vor die Seitennaht gleichmäßige Streifen. Schneide auf keinen Fall bis hinten durch!
Unregelmäßigkeiten von Ärmeln und Schultern kannst du anschließend sauber zurechtschneiden.
Nun legst du das Shirt so hin, dass die zusammenhängende Seitennaht oben liegt und schneidest vom Saum zum ersten Einschnitt. Dann vom Ende des Einschnitts zum Anfang des darüberliegenden und so weiter. Zum Schluss hast du ein Knäuel, dass zwar Nähte hat, aber keinen Knoten.

Ich muss aber sagen, ich mag die Flickenoptik, die durch die vielen Knoten entsteht. Wenn du da gar nicht drauf stehst und ein möglichst sauberes, knotenfreies Garn haben willst, solltest du am besten nur T-Shirts und Jerseyklamotten zerschneiden.

Je nach dem, was du daraus machen willst, brauchst du eine Menge Klamotten. Ich habe entschieden, dass ich gerne einen Korb häkeln will, dafür bin ich jetzt schon bei Freunden sammeln gegangen. Zwischendurch dachte ich, dass ein Teppich auch sau cool wäre, aber ich bin dann doch bei meiner Ursprünglichen Idee geblieben. Stuhlkissen stelle ich mir auch cool vor aus diesem Garn oder solche "Bälle", wie man sie immer öfter sieht. Bei denen ich mich aber immer Frage, wozu diese gut sind und bezweifle,dass man da gut drauf sitzt, irgendwie sehen die nur cool aus glaube ich...
Eine Freundin hat sich aus T-Shirtgarn einen Schal gestrickt, der ist auch sehr schön, aus vielen verschiedenen Schwarztönen.
Was ich zum Häkeln noch sagen will: Hör auf dein Gefühl, stricke zwei Maschen in eine, wenn dir danach ist, das bekannte Schema in der ersten Reihe jede zu verdoppeln, in der zweiten jede zweite hat für mich nicht funktioniert. Vielleicht wegen den vielen Knoten, vielleicht ist meine Nadel immernoch zu klein. Für mich ist mein Korb aber kein Ding der Perfektion, kann er gar nicht sein, sollte er auch nie. Dann hätte ich fertiges Textilgarn gekauft, wenn ich ihn glatt und ordentlich und zählbar hätte haben wollen.
Aber es macht Spaß das Garn zu häkeln und es geht schnell. Mach dir doch auch was Schönes aus deinen alten Jeans!


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