Sonntag, Oktober 4

Beton Dockingstation

Eigentlich wollten wir dieses Wochenende etwas ganz anderes aus Beton bauen, doch unser neuestes Projekt zerbrach immer wieder. Dann kam Gre auf die Idee, dass er seine hölzerne, improvisierte iPhone Dockingstation gern durch eine aus Beton ersetzen würde. 
Zufällig fanden wir in einem Dekoladen eine hübsche, dreieckige Schachtel, die wir sofort als ideal für die Dock ansahen. 



MATERIAL

Wasser Blitzzement

Form aus dünnem Holz, Pappe oder Plastik (Plastik kannst du wiederverwenden, solltest du aber großzügig mit Öl einreiben)
Ladekabel deines Smartphones 
Klammer (zum Anpacken und Geradehalten des Kabelsteckers)

Klebeband (zum Fixieren des Kabels)
 
Den Strohhalm haben wir dann doch nicht gebraucht, eigentlich wollten wir damit das Kabel führen.



WERKZEUG

Skalpell oder Cuttermesser
Bleistift
Geordreieck oder Lineal 
Nadel
Stock zum Anrühren des Betons
Eine aufgeschnittene Flasche für den Beton 
Schleifpapier (120er)
Zeitungen um den Boden zu schützen

Wenn du alles zur Hand hast, kann es schon losgehen. 
Markiere dir zuerst auf dem Boden der Schachtel mittig einen Punkt, an dem nachher der Stecker des Kabels oben raus schauen soll. Achte dabei darauf, dass du eine Stelle wählst, an der das Dreieck breiter ist als dein Telefon. Mit einer Nadel kannst du ganz einfach den Punkt auf die Innenseite übertragen.
(Nach Augenmaß hatten wir zuerst eine etwas  schiefe Linie gezeichnet und anschließend doch mit Lineal verbessert, auf dem zweiten Bild sieht es so aus, als wären wir weit von der Markierung weg, aber das ist nicht so, die richtig verschwindet hinter der Nadel.)

Das Loch, um das Kabel ins innere der Schachtel zu führen, haben wir mittig in die Seite geschnitten, in der das Holz zusammengeklebt ist. So ist dann auch der Abdruck, den diese Unregelmäßigkeit im Beton hinterlässt, nicht sichtbar. 

Jetzt kannst du das Kabel in die Schachtel führen und fixieren. Richte auch das Kabel in der Einführöffnung nochmal mittig aus und klebe dann die Öffnung zu. So quillt weniger Beton heraus, und das Kabel liegt nachher ordentlich. Unregelmäßigkeiten lassen sich zum Schluss wegschleifen. 

Als wir uns alles schön zurechtgelegt haben, haben wir noch den Stecker mit etwas Klebeband vor dem Beton geschützt. Und ihn anschließend aufrecht gehalten, indem wir einen längeren Streifen an der Rückwand festgeklebt haben. 

Jetzt kannst du den Beton anrühren. Eine Anleitung steht auch auch der Verpackung, die Konsitenz war bei uns etwa so, wie ein recht flüssiger Kuchenteig. Rühr lieber ein bisschen zu viel an, als zu wenig. Fülle den Beton dann gleichmäßig in die Form, aber so, dass zur Oberkante des Steckers noch ein paar Millimeter Platz sind, denn der Beton wird noch nicht ganz gleichmäßig und bildet Wellen. Der Blitzzement härtet schnell aus, halte deinen Stecker gerade, nachher kannst du nur noch mit Aufwand Feinabstimmungen vornehmen. Falls der Stecker aber doch etwas schepp geraten ist, kannst du vorsichtig ein wenig Beton rund herum wegkratzen und den Stecker mit Holz oder Plastikstückchen fixieren.
Das ganze Gefrickel wird unsichtbar, denn im nächsten Schritt mischst du nochmal eine kleine Menge Beton an, dieses Mal sollte die Mischung ziemlich flüssig sein, denn so verteilt sie sich gleichmäßiger. Luftblasen kannst du durch einpieksen oder pusten kaputt machen oder anschließend wegschleifen, sollten sie dich stören. 

Auch wenn der Beton superschnell aushärtet, haben wir ihm etwa eine Stunde gegeben, bis wir die Form gelöst haben, um auf Nummer sicher zu gehen. Mit dem Skalpell schneidest du die Form ein und schälst sie vorsichtig vom Beton ab. 

Zu guter letzt, nachdem die Dock eine Nacht lang Ruhe hatte, kannst du sie nun abschleifen und bist fertig!

Ausprobiert haben wir es nicht, aber wir sind uns sicher, dass das auch mit anderen Smartphones und mit dem iPod funktionieren sollte. Tablets sind wahrscheinlich, wegen des höheren Schwerpunktes, zu groß und brauchen eine andere Stütze, als den Stecker alleine.

- Gre

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Dankeschön für deinen Kommentar.